Diskriminierung am Arbeitsplatz

1. Diskriminierung im Arbeitsrecht

Am 18.8.2006 trat das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Umsetzung der europäischen Richtlinie 2000/43/EG vom 29.06.2000 als nationales Antidiskriminierungsgesetz in Kraft.

Das AGG will einen umfassenden Schutz vor Benachteiligungen wegen

  • der Rasse,
  • der ethnischen Herkunft,
  • des Geschlechts,
  • der Religion oder Weltanschauung,
  • einer Behinderung,
  • des Alters oder
  • der sexuellen Identität

schaffen (§ 1 AGG).

2. Wichtig in der Praxis

In der Praxis des Arbeitsrechts spielen die Gebote des AGG in vielen Bereichen eine Rolle, darunter

  • bei allen Bedingungen, die den Zugang zu einem Arbeitsverhältnis und den Aufstieg regeln (Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen, § 2 Abs. 1 Nr. 1 AGG); Beispiel: Die Stellenanzeige differenziert nach Geschlecht. Gibt es dafür eine Rechtfertigung?
  • Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen einschließlich Entgelt; Beispiel: Die Anteilige Kürzung von Jahressonderzahlungen für Abwesenheitsmonate. Ist das bei Müttern in Elternzeit zulässig?

3. So helfen wir Ihnen:

Sie haben den Eindruck, benachteiligt worden zu sein? Gibt es eventuell greifbare Indizien für eine Benachteiligung? Dann ist unter Umständen bereits der Arbeitgeber in der Pflicht, zu beweisen, dass er Sie nicht benachteiligt hat (Beweislastumkehr). Gerne klären wir mit Ihnen gemeinsam den Sachverhalt auf und prüfen, welche Rechte Ihnen zustehen (Ist die benachteiligende Regelung unwirksam? Steht Ihnen eine Entschädigung oder Schadensersatz zu?).